Die königliche Figuerie
Im Zentrum der gärtnerischen Innovationen in Versailles steht die königliche Figuerie (oder das Feigenhaus). Sie wurde von Ludwig XIV. mit einem klaren Ziel in Auftrag gegeben: Feigenbäume anzubauen, damit er das ganze Jahr über, auch außerhalb der Saison, eine seiner Lieblingsfrüchte genießen konnte.
Eine Frage des Geschmacks
Mit diesem Gedanken im Hinterkopf entwarf Parfümeurin Émilie Bouge den Duft Figuerie. Am Morgen der ersten warmen Tage, noch bei Tau, entsteht beim Öffnen des Gewächshauses ein magischer Duftmoment: feuchte, pflanzliche Luft, in der sich frische grüne und sonnige Facetten mit erdigen, feuchten Noten vermischen.
„Ich war tief beeindruckt von diesen Feigenbäumen, die aus der Dunkelheit des Winters in die hellen Gärten des Frühlings gelangten.“
Der kontrastreiche Duft beginnt mit einer frischen Note von weißer Feige in ihrer reinsten Form: lebhaft, grün und holzig, bevor er seine schattige Seite offenbart. Patchouli, ein Humus-Akkord und erdige Töne erinnern an Feigenbäume, die für den Winter geschützt wurden. Ein Moos-Effekt und ein Hauch von Sandelholz lassen an Holzkisten denken. Im Gegensatz dazu sorgt Ambroxan CX, das Juwel unter den Ambroxan-Duftstoffen, für Lebendigkeit: leuchtend und mineralisch, wie sonnengewärmte Steinfassaden. Schließlich unterstreicht eine Note von Artemisia den Frühlingscharakter in seiner organischsten Form.
„Obwohl Feigen in der Parfümerie ein fester Bestandteil sind, gab es bisher kein Feigen-Patchouli, das ohne Gourmand-Charakter eine raffinierte und zarte Frucht zum Ausdruck bringt. Mit dieser Fülle offenbart Figuerie voll und ganz den Geist von Trudon.“
Ein Gefäß aus Seladon
Als echte Rückkehr zu Trudons historischer Identität präsentiert sich die Figuerie-Kollektion in einem neuen Seladon-Glas. Ursprünglich war Céladon eine beliebte Figur des französischen Adels des 17. Jahrhunderts aus Honoré d’Urfés L’Astrée, dem ersten großen französischen Roman.
Als Symbol für reine, galante und raffinierte Liebe hinterließ er bleibende Spuren in den Sitten, der Mode und sogar in der Sprache seiner Zeit. Der Name „Celadon“ fand somit Eingang nicht nur in die Literatur, sondern auch in die Malerei, Mode und Keramikkunst. Das bereits für Verpackungen verwendete Celadon von Trudon wird hier durch Heißprägung in Gold veredelt und erinnert an die dekorative Kunst des 17. Jahrhunderts, als Seide, Brokat und die Innenausstattung häufig diese beiden Farben kombinierten, die für den Geschmack des französischen Adels standen.
Inspiration
„Für mein erstes Projekt habe ich mich intensiv mit der Geschichte des Hauses und des Hofes von Versailles beschäftigt. Bei der Durchsicht der Archive von Trudon und des Schlosses stieß ich schnell auf Hinweise auf den Gemüsegarten des Königs und seine Feigenplantage: ein außergewöhnlicher Ort, an dem Jean-Baptiste de La Quintinie auf Initiative Ludwigs XIV. ein Ökosystem entwickelte, in dem das ganze Jahr über die Lieblingsfrucht des Sonnenkönigs angebaut werden konnte: die Feige. Diese faszinierende Geschichte und die Begegnung dieser beiden Männer inspirierten mich zur Kreation meiner ersten Kerze mit diesem Duft. Es war entscheidend, eine einzigartige Feige zu kreieren, die dem Geist von Trudon treu bleibt – edel, kraftvoll und einzigartig.“ – Hugo Ferroux, Kreativdirektor von Trudon
